Meine Musik

Montag, 03 Dezember 2018 10:40

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Ich weiß nicht wie es bei Euch so ist, aber ich mache immer gegen Ende des Jahres einen kleinen Rückblick.
Was war gut, was war schlecht? Machst Du das auch so?
Und dann gleich die guten Vorsätze, was will ich im neuen Jahr anders machen? Kennst Du bestimmt auch - oder? Vorsätze wie z.b. das Rauchen aufhören usw. Oft große Vorsätze die so bis Mitte Januar von Bedeutung sind, und dann weiß man oft eine gute Ausrede warum es nicht funktioniert...

Ich möchte kurz weiter ausholen. 2017 war mein persönliches Katastrophen Jahr. Erst wegen der Bandscheibe im Krankenhaus gelegen. Inoperabel mit harten
Schmerzmitteln bis zum Stehkragen abgefüllt.
Als ich dann endlich halbwegs auf den Beinen war und wieder zu arbeiten begann, durch einen Zufallsbefund zwei Aortenaneurysmen im Bauch in den Beckenschlagadern festgestellt. Im November 2017 dann eine große Operation die mit 4 Stunden angesetzt war. Alles was ich weiß ist dass es Komplikationen gab, dass wohl letztlich alle Gefäßchirurgen an mir zu Gange waren, und dass ich plötzlich massiv geblutet habe.
Aus den 4 Stunden wurden dann über 10 Std. Und ich weiß noch wie ich auf der Intensivstation zu mir kam, dass ich nur noch dankbar war alles überlebt zu haben.
Das Jahr 2017 habe ich dann beendet mit dem Gedanken dass es eine Katastrophe nach der anderen für mich parat hatte und jetzt ja nur noch bergauf gehen könne.
2018 war also da. Und ich war nur noch von Schmerzen geplagt. Bauchschmerzen von der OP und Rückenschmerzen von den kaputten Bandscheiben und des Gleitwirbels.... Irgendwie war alles stagniert. Und ich wurde von Facharzt zu Facharzt weiter gereicht. In mir immer die Hoffnung dass der entsprechende Arzt jetzt was findet und mir irgendeine Wunderpille gibt und alles wird gut. Aber - es fand sich nirgendwo etwas. Letztlich wurde ich zur Schmerztherapie geschickt. Und dann das für mich vernichtende Urteil: Chronischer Schmerzpatient.
Egal was mich für Schmerz plagt - die Antwort ist immer: Besprechen Sie das mit Ihrem Schmerztherapeuten. So kam es dass ich im Jahr 2018 bis Anfang
Dezember mehr als 10 mal im Krankenhaus lag und auf zig Tage im Krankenhaus kam und irgendwie hat sich nie etwas gebessert kein Lichtblick immer nur der Ausblick dass alles so für mich bleibt und ich doch lernen muss damit zurecht zu kommen.
Und wenn Du beim Lesen jetzt denkst naja so bisschen Schmerzen, was hat der denn... Ich schaffe eine Gehstrecke von ca. 2 - 500 Metern, alles was ich weiter gehe ist so als ob ich bei jedem Schritt in mein linkes Bein ein Messer gerammt bekomme. An manchen Tagen schaffe ich so mit heftigen Schmerzen vielleicht eine Strecke von ca. 1 km. Und dann könnte ich nur noch Schreien vor Schmerz. Denn es ist dann nicht "nur" Schmerzen die sich vom Rücken aus in das Bein ziehen, es sind dann zusätzlich Bauchschmerzen als hätte ich einen riesigen Kaktus im Bauch!
Dann hilft mir nur noch eine hohe Dosis Opiate. Schön, dann wird der Schmerz leichter, aber - das war es dann auch mit dem Tag, denn dann bin ich
richtig betäubt. Heißt - den Tag werde ich verschlafen.... und nur etappenweise etwas mitbekommen.

Ich habe das so ausführlich erklärt denn jetzt am 7.12. bahnt sich etwas an für mich. Die Neurochirurgen haben zusammen mit den Neurologen und meinem Schmerztherapeuten besprochen dass mir wegen der Rücken- und Beinschmerzen vielleicht eine Operation helfen wird. Und zwar bekomme ich am 7.12. - so wie ich es verstanden habe - den Spinalkanal aufgemeißelt und dann versucht man in Höhe der Lendenwirbelsäule die verlängerte Hirnhaut glatt zu ziehen. Und falls möglich die Bandscheiben bei denen schon Masse ausgetreten ist, den entsprechenden Teil abzuzwicken, und die Arthroseveränderungen zwischen den Wirbeln zu entfernen, und die Nervenlöcher an den Wirbeln zu vergrößern, und eventuelle Instabilitäten zu beseitigen. Also was genau gemacht wird entscheidet sich wohl wenn mein Rücken offen ist... also im OP.
Früher hätte ich sofort Nein gesagt. Denn was mich so ein bisschen stört ist - wie Du oben auch nachlesen kannst - das Wörtchen "vielleicht"!
Das hört sich für mich nach einer 50/50 Chance an. Ich wache also auf und entweder hat sich Nix verbessert oder es hat sich was verbessert.
Und die Nervenschäden (diverse Lähmungserscheinungen) brauchen ca. 6 - 12 Monate (falls die OP was gebracht hat).
Wie gesagt früher hätte ich sofort NEIN gesagt.
Aber heute denke ich mir 50% Chance dass ich weniger Schmerzmittel schlucken muss. 50% Chance dass ich vielleicht auch wieder normale Strecken gehen kann?
Ja ich weiß am Bauch ändert sich nichts, so oder so. (Für den Bauch müsste ich mich auch operieren lassen, aber eine riesige OP die richtig gefährlich ist, und es eben auch sein kann dass gar nichts bringt)
Ich habe mich jedenfalls dazu entschieden diese 50% Chance für meinen Rücken zu ergreifen.

Und jetzt kommen wir zum Anfangsthema. Mein Vorsatz kann ich ja schlecht sagen, denn mit Willen kann ich es nicht beeinflussen. Aber mein Wunsch und meine Hoffnung für 2019: Mit weniger Schmernen im Alltag wenigstens normale Strecken laufen zu können. Mit meiner Frau wieder Fahrrad fahren zu können. Endlich auch wieder auf die Bühne zu können. Ohne Opiate zurecht zu kommen. (Denn auf Dauer sind die Nebenwirkungen schon übel!) Das wäre mein Ziel für 2019.

Ich weiß nicht was Du Dir wünscht, was Dein Ziel für 2019 ist. Da sich für mich aber jetzt kommende Woche schon eine stressige Zeit anbahnt wollte ich die Zeit nutzen. Ich wünsche Dir von Herzen dass alle Deine Wünsche und Ziele in 2019 in Erfüllung gehen.
Ich wünsche Dir eine tolle Weihnachtszeit!
Weihnachten ist meinem Verständnis nach die größte Geburtstagsparty der Welt! Nutze die Adventszeit, denn Advent bedeutet Warten auf die Ankunft des Herrn!

Machen wir es kurz:

Gesegnete Feiertage, tolle Weihnachten und einen guten Rutsch nach 2019!

Montag, 26 November 2018 07:41
Gerade habe ich eine schlechte Nachricht erhalten ein Freund und treuer Fan ist bei einem Arbeitsunfall verstorben. Nicht jetzt aktuell sondern schon im August.
Bene - Du kamst schon als ich noch alleine durch die Kneipen spielte. Als ich dann schließlich das Projekt "Da Samma" ins Leben rief warst Du bei jeder Aktion dabei! Es war eine lustige Zeit und hat einen engen Kreis zusammen geschmiedet. Ich erinnere mich noch genau als Du Dich in eine der Damen die auch immer dabei waren verliebt hast. Als Du dann einen Korb bekamst hast Du Dich etwas zurück gezogen. Doch dann war Dir offenbar die Musik doch wieder wichtig, denn auf einmal warst Du wieder da!
Ich habe Dich immer als lustigen Typen erlebt. Immer gut gelaunt. Immer aus voller Brust mitsingend. Aber auch abseits vom "Getümmel" warst Du ein Freund. Als mein Hund damals starb und es mir nicht so gut ging, warst Du da! Das habe ich Dir nie vergessen.
Leider hat sich der eingeschworene Kreis irgendwie zerschlagen. Aber eines hat mich immer riesig gefreut: Immer wenn ich dachte der Bene war schon lange nicht mehr da, saßt Du auf einmal im Publikum.
Als ich am 9. Juni in Aufkirch mit meiner Band spielte war eben so ein Tag. Ich habe noch kurz vor Beginn gedacht was wohl aus Bene geworden ist. Und schwups saßt Du im Publikum.
Wir haben uns begrüßt, und leider nur ganz kurz ein paar Worte wechseln können. Hätte ich es nur erahnen können dass dies das letzte Mal sein sollte dass ich Dich sah, hätte ich meine Schmerzen ausgehalten und nicht gesagt dass wir uns später unterhalten müssten.
Es war verrückt. Es fing immer wieder zu regnen an. Und während wir als Band immer wieder abbrechen mussten und die Roadies unser Equipment in Sicherheit brachten, und dann doch wieder aufbauten, sind alle Besucher im Regen sitzen geblieben. Auch Du Bene. Aber ich war so von Schmerz geplagt ich musste immer wieder hinlegen. Hätte ich nur gewusst dass es die letzte Chance war mit Dir zu reden...
 
Am 6. August hast Du einen Arbeitsunfall gehabt. In schwindelnder Höhe mit Metallträgern hantieren. Das war Dein Job. An diesem Tag endete es jedoch tragisch, denn einer der Träger geriet außer Kontrolle und hat Dich erwischt.
Am 6. August wurde ich aus dem Krankenhaus Kempten entlassen. Während ich noch auf meine Abholung wartete, spielte ich im Krankenzimmer Gitarre. Die Schwestern haben die Türe aufgemacht und auf dem Gang sind Besucher und Gäste vor meinem Zimmer stehen geblieben und haben mitgesungen. Sogar ein paar Ärzte standen singend dabei. Einer der Ärzte - ein Neurochirurg - kam zu mir und hat sich mit mir unterhalten. Er hat mir noch erzählt dass er auch anfangen möchte Gitarre zu spielen. Dann ging sein Funk. Und er sagte zu mir dass er dringend weg muss denn der Hubschrauber würde gleich mit einem Schwer verletzten Arbeiter kommen.
 
Bene als ich heute von Deinem Tod und den Umständen erfuhr, und dass es der 6.8. war und dass Du noch mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht wurdest..... lief es mir zunächst eiskalt den Rücken runter. Und dann hab ich gedacht ob das unser letztes Zusammentreffen war?
 
Bene ich werde Dich als Mensch vermissen, wie auch als Konzertbesucher. Deine Stimme habe ich immer heraushören können!
 
Natürlich wünsche ich der Familie, den Angehörigen und allen Freunden und Bekannten mein tiefstes Beileid!
 
Bene - ich bin mir nicht so ganz sicher ob Du gläubig warst, aber irgendwas in mir sagt mir dass wir uns in der Ewigkeit wiedersehen!
Samstag, 24 November 2018 19:00

Da ich mich leider nochmal einer OP unterziehen muss habe ich die Aufnahmen für die CDs unterbrochen. ABER: Durch Zufall sind mir alte Tracks für eine alte CD wieder in die Hände gefallen. Daher habe ich mich entschieden dass ich die Tracks neu mixe. Vielleicht den einen oder anderen Track neu einspiele... Die CD "HERE AGAIN!" wird also bald erhältlich sein. Allerdings auf Grund der OP möchte ich bezweifeln dass es noch 2018 klappt - aber wer weiß? 

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