Meine Musik

Hoeren

Hallo, 

also ich möchte nur rein weil ich immer wieder gefragt werde wie das ist wie ich denn so höre usw. Dir den Genuss möglich machen dass Du jetzt einmal kurz in meine Rolle schlüpfen kannst. 

So hörst Du

So höre ich

So hört sich mein Tinnitus an

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Ich bin Schwerhörig geboren, daher von Geburt an mit Lippenlesen durchs Leben gekommen. Als nun der ekelhafte Tinnitus dazu kam musste ich handeln... Jetzt trage ich Hörgeräte die den Tinnitus in den Hintergrund drängen, es mir aber auch ermöglichen Sachen zu hören die für Dich vermutlich ganz normal sind. Zum Beispiel Vögelgezwitscher, oder dass man beim Gehen Geräusche macht usw. Aber auch viele Geräusche auf die ich hätte verzichten können...   Was für ein Höllenlärm in Einkaufsläden herrscht, oder diese vielen Stimmen in einem Lokal....   

Naja - ich kann mit einem Knopfdruck (am Handy) die Hörgeräte auf stumm schalten - dann ist da auch wieder Ruhe. Ja und da wären wir bei den Vorteilen! Mit meinem Handy kann ich die Lautstärke der Hörgeräte steuern. Ja, und wenn ich telefonieren will (mit Handy) dann brauche ich das Handy nicht wirklich - denn sprechen und hören erledige ich mit den Hörgeräten. Musik hören? Logo Handy an und los gehts....  Alles was am Handy passiert kann ich mir auf die Hörgeräte legen. Richtig cool zum Beispiel mit Handy navigieren: Handy in der Jackentasche verschwinden lassen und die Stimme sagt mir dann über die Geräte "In 500 Metern links abbiegen" - als kleiner Kontrollmonitor dazu dient meine Uhr die auch mit dem Handy gekoppelt ist... 

Der Weg zum passenden Hörgerät ist allerdings zunächst mit viel Zeit verbunden. Mein Tipp aus Erfahrung - besuche zunächst die Akustiker in Deiner Nähe und checke ob - und wie - Du mit dem Akustiker zurecht kommst, denn Du wirst öfter dort auflaufen und viele Sachen besprechen, auch ganz private Sachen. Denn nur wenn der Akustiker weiß wo die Probleme sind kann er das für Dich einstellen. Mein erster Akustiker war ein A....  deswegen ist die Zusammenarbeit auch unschön zu ende gegangen. Im 2. Anlauf war ich bei der Firma Z&R in Kaufbeuren und fand mich persönlich dort sehr gut aufgehoben. Bei mir hat sich insgesamt eine sehr lange Zeit ergeben bis ich die passenden Geräte hatte - das lag bei mir aber daran dass ich permanent auch Unterbrechungen hatte wegen Krankenhausaufenthalten usw. 

Letzter Stolperstein bei den Hörgeräten ist dann der Geldbeutel. Denn Hören ist leider ein Luxus. Ein Luxus der mir beinahe verwährt geblieben wäre, wenn nicht Freunde aus der Gemeinde mich da großzügig gesponsert hätten. Hörgeräte mit denen man sich in freier Wildbahn gut bewegen und verstehen kann kosten mehrere tausend Euro. Ja die Krankenkasse zahlt etwas, aber nur einen verschwindend kleinen Bruchteil. Die Krankenkasse stellt eine Grundversorgung sicher, ja - aber mit den Geräten der Grundversorgung kannst Du daheim Fernsehen und vielleicht - wirklich nur vielleicht - ein Gespräch innerhalb Deiner Wohnung führen. Außerhalb schaut es schon wieder ganz anders aus - denn durch die vielen Geräusche draußen hat Dein Hörgerät auf einmal richtig was zu tun. Damit Du Dich zum Beispiel in einem gutgefüllten Restaurant, in dem nicht nur viele Leute reden, sondern auch essen und trinken (Brutale Geräusche auf die ich gerne verzichte), da ist die Grundversorgung außen vor. Mit den Hörgeräten die Dir die Krankenkasse zahlt brauchst Du nicht wirklich vor die Türe gehen. Die Lösung, damit Du Dich mit deinem Gegenüber noch unterhalten kannst liegt in der Anzahl der Mikrofone, und eben die richtige Einstellung dieser Mikrofone. 

Vor den Hörgeräten war es für mich nicht wirklich schön in einem Lokal zu sitzen. Ich musste immer die Person sehen die etwas sagt und von den Lippen ablesen. Wenn derjenige nun isst und trinkt dann wird das zum Lippenlesen eine Herausforderung. Noch schlimmer wenn dann mit Händen usw. der Mund verdeckt wird. Ich hatte da oft heftige Kopfschmerzen, denn man muss auch immer interpretieren was derjenige gerade gesagt hat. Ich musste richtig oft nachfragen: "Hast Du gerade wirklich gesagt dass Du Blutdurst hast?"  - "Nein ich habe von Blutwurst geredet!"....  Sehr oft wurde ich ausgelacht dafür. Im Kindergarten hat mich die Kindergärtnerin sogar täglich weggesperrt weil ich ein "unfolgsames Kind" gewesen sei. Dafür hat sie mich täglich in der Toilette eingesperrt. 

Zurück zum eigentlichen Thema - die Anzahl der Mikrofone macht es also. Und je mehr Mikrofone, desto teurer. Ein kleiner Trost - es gibt Zusatzversicherungen die einen Teil beim Kauf von Hörgeräten übernehmen. Rechtzeitig informieren. Welche Versicherung zahlt wieviel, und was sind die Beiträge. Wie gesagt Hören ist ein Luxus!

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