Feb 16

Immer weiter (die Leiter runter) Empfehlung

geschrieben von 

Es ist schwer in Worte zu fassen. Ich weiß schon selbst nicht mehr wie ich etwas formulieren soll. Wenn ich jetzt schreibe „eine Funktion meines Körpers hat den Dienst quittiert“ liest es sich komisch. Aber es ist so - wiedermal. Und wiedermal sitze ich in einer renommierten Klinik, dieses mal war es das BGU Murnau. Und wiedermal sitzt mir ein Arzt gegenüber und sagt mir Worte die mir erst Stunden später bewusst werden. 
Ich sitze da und hoffe auf eine Aussage wie „alles nicht so schlimm....“ - und denke noch dass es noch okay wäre wenn der sagen würde „nehmen sie diese Tabletten für 3 Wochen....“ 

Aber dann kommt: „da ist leider nichts mehr zu machen, die Nerven arbeiten nicht mehr. Es lässt sich keine Reaktion auslösen. Da wo eine Kurve, oder wenigstens eine Zacke sein sollte ist bei Ihnen leider eine Null-Linie.“

und während es mir durch den Kopf geht - warum schon wieder ich? Was hab ich nur verbrochen? Vielleicht träume ich das ja nur? - stammel ich schon fast automatisch „kann man da was tun?“ Aber die Antwort ist schnell, kurz und hat mich geistig erst viele Stunden später erreicht: „Nein!“

Es deprimiert mich. Irgendwie bin ich in einer Spirale gefangen. Es liegt mir immer wieder auf der Zunge zu rufen „Halt ich will hier aussteigen....“ Aber das nutzt nichts. 

Das was mir zu schaffen macht ist dass alles immer sowas von endgültig hat. Eine Grippe kommt, bügelt einen nieder, und dann geht es bergauf, und dann ist das ganze vorbei. 
Mich hat es 2017 nieder gebügelt. Und immer wenn ich denke okay, das und das funktioniert nicht mehr, aber ich kann noch ein bisschen.... dann macht es Zack und das nächste „Teil“ quittiert seinen Dienst. Also nicht so dass es halt mal für ein paar Tage oder Wochen eingeschränkt ist. Nein - für immer. 

Und es ist dann auch immer so, dass es nicht dabei bleibt dass es mir körperlich schlecht geht, oder das Gemüt sich noch mehr trübt. Der Hammer kommt dann aus allen Windrichtungen. Immer die gleichen Phrasen. „du musst ja nur…“ oder „dann kann es mit deinem Glauben nicht so ganz weit her sein…“ Dabei suche ich im Moment doch nur noch gute Gründe für das „warum weitermachen?“

Ich habe lange mit mir gerungen ob ich das hier schreibe oder nicht. Du fragst vielleicht warum ich es schreibe? Okay - hier kommt meine Begründung: 

Ich möchte Dich, und jeden anderen Menschen, darum bitten mir keine superschlaue Tipps zu geben. Wenn es Dir auf den Nägeln brennt mir zu sagen was ich ja nur machen brauche, dann bringe dich selbst in meine Lage und dann mach mal nur.....    

Be blessed! 

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